Vermögenswirksame Leistungen Anlegen

VL - Geldgeschenke vom Staat

Vermögenswirksame Leistungen, kurz VL, sind eine in Deutschland staatliche geförderte Form des Sparens für Arbeitnehmer. Sowohl der Staat als auch der Arbeitgeber beteiligen sich daran, und so kann aus relativ kleinen Raten über die Jahre eine stattliche Summe herausspringen - vorausgesetzt man nimmt sie auch in Anspruch. Wer erhält vermögenswirksame Leistungen? Obwohl kein rechtlicher Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen besteht, haben sich doch viele Arbeitgeber in Arbeitsverträgen dazu verpflichtet. So erhalten die meisten fest angestellten Arbeitnehmer, Angestellte im öffentlichen Dienst und Arbeitnehmer mit Tarifverträgen die VL.

Auch Auszubildende sind in dieser Regelung inbegriffen. Wer keine VL bekommt, der kann trotzdem einen Sparvertrag abschließen; das Gehalt wird dann einfach über den Betrag gekürzt.

Die richtige Anlageform

Geldanlage

Wer Vermögenswirksame Leistungen anlegen möchte, muss zunächst prüfen, ob er sie überhaupt erhalten kann. Ein Blick in den Arbeitsvertrag genügt. Danach führt der Weg in die nächste Bankfiliale. Nicht jeder Sparplan ist für die VL zugelassen, die häufigsten und auch rentabelsten Anlageformen sind Banksparpläne, Bausparverträge, eine betriebliche Altersvorsorge oder die Tilgung eines Baukredits. Eine staatliche Förderung ist allerdings nur für Bausparverträge, die Tilgung eines Baukredits oder Aktienfondssparpläne möglich. Hat man seine Entscheidung getroffen, muss der mit der Bank geschlossene Vertrag nur noch dem Arbeitgeber übermittelt werden. Dieser überweist den Betrag dann direkt an die Bank.

Aus vermögenswirksamen Leistungen ein kleines Vermögen anlegen

Ein eine VL-Kapitalanlage wird in der Regel über sechs Jahre abgeschlossen, nach diesen sechs Jahren hat der Vertrag noch eine Sperrfrist von einem Jahr. Je nach Anlageform kann der Arbeitnehmer danach über die angesparte Summe verfügen. Für einige Verträge gelten Mindestanlagesummen, bei Bausparverträgen oft 15-40 Euro. Sollte die VL des Chefs nicht ausreichen, kann man den fehlenden Betrag einfach aus dem Gehalt aufstocken lassen. Außerdem ist die VL an gewissen Einkommensgrenzen gebunden. Alleinstehende dürfen nicht mehr als 20.000 Euro verdienen, Ehepaare das Doppelte. Bei Bausparverträgen liegt Grenze sogar noch 3.000 bzw. 6000 Euro darunter. Die Höhe der staatlichen Förderung hängt ganz von der gewählten Vertragsform ab, Aktienfondssparpläne werden mit 80 Euro jährlich gefördert, Baukredite mit 43 Euro, für Ehepaare gilt jeweils das Doppelte. Vermögenswirksame Leistungen anlegen ist für jeden Arbeitnehmer zu empfehlen, der die Einkommenshöchstgrenzen nicht knackt. In vielen Fällen übernehmen Arbeitgeber die Raten in vollem Umfang, so spart man praktisch zum Nulltarif über sechs Jahre ein kleines Vermögen an.

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